Käse

Dem Genuss auf der Spur

Die Idee der “Käsestraße Schleswig-Holstein” entstand im Juli 1998 auf dem Käsemarkt im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Niedersachsen. Auf dem von Slow Food organisierten Markt überraschte, dass die meisten käseproduzierenden Betriebe aus Schleswig-Holstein kamen und ein breites Angebot unterschiedlicher Käsespezialitäten präsentierten. Ein Jahr später wurde das Konzept für die Käsestraße in Neumünster der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Februar 2000 wurde dann der Verein Käsestraße Schleswig-Holstein e.V. aus der Taufe gehoben.

Schleswig-Holstein ist Urlaubs- und Käseland

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Beim Käsemachen sind Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt.

Gut verteilt über das gesamte Land liegen die Käsereien von der größeren Genossenschaftsmeierei bis zur kleinen Hofkäserei. Die Käsestraße verbindet diese Betriebe vom Lauenburgischen bis nach Nordfriesland und von der Ostsee bis zur Nordsee miteinander. Im Gegensatz zu den Weinstraßen ist unsere Käsestraße sehr weiträumig. Der grob skizzierte Rundkurs ist annähernd 500 km lang. Deshalb ist er in fünf Unterregionen aufgeteilt, um diese besser übersehen und beschreiben zu können. Die Käsestraße ist jedoch keine Tourismus–Einrichtung. Der Verein hat vielmehr das Ziel, die Käsekultur in Verbindung zu fördern.

Produkte aus der Region für die Region

Seit ihrem Bestehen hat die Käsestraße bei vielen das Interesse an heimischen Käse geweckt. Bis vor wenigen Jahren war kaum bekannt, welche Käsevielfalt –über 30 Käsereien produzieren rund 100 Käsesorten- von hoher Qualität in schleswig-holsteinischen Meiereien hergestellt wird. Der Wunsch, Lebensmittel zu erleben und zu genießen, ist bei vielen Verbrauchern groß. Die Betriebe der Käsestraße erfüllen diese Vorstellungen. Ein Großteil der Käsereien hat einen Meierei- oder Hofladen, in dem die Spezialitäten von den Verbrauchern probiert und gekauft werden können oder ermöglichen nach vorheriger Anmeldung eine Betriebsbesichtigung. Andere haben Räumlichkeiten von denen aus der Käsungsprozess beobachtet werden kann. Die Meierei Holtsee geht mit der Einrichtung eines Käsekellers, in dem Besucher alles über die Herstellung der vielfältigen Käsespezialitäten der Meierei erfahren können, einen neuen Weg.

Eine Straße, die verbindet

Die Käsestraße zu erkunden ist allemal lohnenswert, denn die Tradition der bäuerlichen Käsebereitung in Schleswig-Holstein geht zurück bis in Urzeiten. Auf Gut Behl bei Plön beispielsweise wurde schon 1578 mit der Käseproduktion in großem Stil begonnen. Käse konnte man transportieren, die Milch mangels Kühlmöglichkeiten nicht. Vor gut 100 Jahren entstanden zahlreiche Genossenschaftsmeiereien, die sich auch der Käseherstellung widmeten. Bei den meisten Käseproduzenten kann man direkt im Betrieb einkaufen. Oft trifft man Menschen, die etwas über die Käseherstellung, das Handwerk und deren Geschichte erzählen können. Gemeinsam mit den Käserinnen und Käsern können Käseliebhaber die Geschmacksvielfalt erleben. Nicht nur für Feinschmecker ist dies eine interessante Gelegenheit, etwas über das wertvolle Lebensmittel zu erfahren. Viele Betriebe haben „Tage der offenen Tür“, bei denen man auch den Betriebe besichtigen kann. oder ermöglichen nach vorheriger Anmeldung eine Betriebsbesichtigung. Wegen der scharfen Hygienebestimmungen ist dies allerdings nur zu bestimmten Terminen möglich. Andere haben Räumlichkeiten von denen aus der Käsungsprozess beobachtet werden kann. Die Meierei Holtsee geht mit der Einrichtung eines Käsekellers, in dem Besucher alles über die Herstellung der vielfältigen Käsespezialitäten der Meierei erfahren können, einen neuen Weg.

Käser sind die Winzer des Nordens

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Die richtige Reifung ist entscheidend für den Geschmack.

Die Aussage von Slow Food “Die Käser sind die Winzer des Nordens” ist durchaus berechtigt. Man kennt es von den Winzern, wie sie mit großer Sachkunde und Leidenschaft den feinsten Geschmacksnuancen in ihrem Produkt nachspüren. Die gleiche Einstellung, die gleiche Liebe zu dem Ergebnis der eigenen Hände Arbeit findet man bei den Käsern. Bei vielen Käsesorten handelt es sich um echte Spezialitäten, die nicht in jeder Menge und zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. So müssen Freunde von Schafs- und Ziegenkäse einige Monate im Winter auf diesen Genuss verzichten, da die Tiere ihre Kraft bzw. ihre Milch für ihre jungen Lämmer benötigen. Einige Hofkäsereien sind so klein, dass die Mengen gerade für den Hofladen ausreichen. Allen Käserinnen und Käsern ist wichtig, nicht nur Käse zu verkaufen, sondern auch das Verständnis des Verbrauchers für das Besondere ihres Produktes zu gewinnen. Dazu soll die Käsestraße beitragen.

Wo ist der Käse zu haben?

Die Landwirtschaftskammer hat von Anfang an zusammen mit Slow Food die Entwicklung der Käsestraße begleitet und unterstützt. Die Aktivitäten der Käsestraße in den vergangenen Jahren waren vielschichtig. Neben vielen regionalen Bauernmärkten ist der Käse der Käsestraße auch in den Käsetheken des regional orientierten Einzelhandels (Edeka, Famila, Plaza, Sky, Wandmarker) und bei gut geführten Markthändlern zu haben. Rund 60 verschiedene Käsesorten der Käsestraße und zahlreiche Informationen zum Käse aus Schleswig-Holstein sind im Meierhof Möllgaard ( Käsestraßen- Infozentrum) in Hohenlockstedt, Kieler Straße 84, erhältlich.

Weitere Informationen über die Käsestraße Schleswig-Holstein finden Sie unter http://kaesestrasse.eformation.de/


Aktuelles

  • Norddeutscher Käsepreis 2010 verliehen

  • RSH-Beitrag vom 05. Mai 2010 aus der Rubrik „Positive Wirtschaftsnachrichten"

  • Großer Andrang auf dem Genießermarkt - Über 5000 Gäste besuchten am 8. und 9. Mai das »Frühlingsfest am Grünen Kamp« mit dem Genießermarkt auf dem Messegelände Rendsburg.

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