Käse vom Feinsten

Das Team der Holtseer Landkäserei verarbeitet regionale Milch zu hochwertigen, genussvollen Produkten mit Gütezeichen-Qualität. Grundlage dafür sind langjährige Erfahrung und echte Handwerkskunst.

verschiedene Käsesorten von Holtseer in der Käsetheke

Foto: Sven Sindt

Frische Milch im Anmarsch

Der Milchwagen mit dem „weißen Gold“ ist gerade vorgefahren. Noch ruht die frische Milch im Edelstahltank des Milchsammelwagens. Sobald die Abholung beginnt, wird die Milch abgetankt, geprüft und die Qualität sowie die Menge dokumentiert, erklärt Cobers Mohr, Werksleiter der Holtseer Landkäserei. Gemeinsam mit Insa Speier, Leiterin des Qualitätsmanagements. Über 55 Milchbauern aus der Region beliefern die Landkäserei in Holtsee, die seit Jahrzehnten als Gütezeichen-Partner zertifiziert ist. Täglich fließen rund 350.000 Liter Milch in die Rohmilchtanks des Unternehmens, das seit 1938 hochwertige Käse herstellt.

 

Wo weißes Gold dickgelegt wird

Vorbei an großen Edelstahltanks, in denen die Milch zwischengelagert und in Rahm- sowie Magermilch getrennt wird, geht es weiter in den Produktionsbereich. Hier stehen drei beeindruckenden Käsefertiger, die jeweils bis zu 17.000 Liter Milch verarbeiten. In ihren Inneren sorgen scharfe Käseharfen dafür, das weiße Gold, das durch die Zugabe von Lab „dickgelegt“ wird, in kleine Gallerte-Stücke zu zerlegen. Diese Käsebruch wird von einem Molkereifachmann in Formen verteilt, die alle 20 Minuten gewendet werden, damit die Molke austritt. „Allein in der Handkäserei beschäftigen wir neun Mitarbeitende“, erklärt Cobers Mohr.

 

 

 

Käselaibe im Reiferegal

Foto: Sven Sindt

Norddeutscher Käse mit Charakter

Im Herzen Schleswig-Holsteins, nahe der Ostseeküste, liegt die Landkäserei Holtsee – ein Ort, an dem echtes Handwerk, regionale Rohstoffe und jahrzehntelange Erfahrung zusammenkommen. Die frische Seeluft, das milde Küstenklima und die Liebe zum Detail verleihen den Käsespezialitäten aus Holtsee ihren unverwechselbaren Geschmack. Wer den Holtseer Käse probiert, schmeckt sofort: Hier wird Käse noch von Hand gemacht – mit Sorgfalt, Geduld und Leidenschaft.

Guter Käse braucht Zeit

Bevor der geformte Käse weiterverarbeitet wird, ruht er für 24 bis 48 Stunden in großen Wannen mit Salzlake. Dieser Reifeprozess ist entscheidend für die Qualität unseres Käses. Anschließend gelangt der Käse in den nächsten Schritt: Ein Mitarbeiter benetzt die sogenannten „Brote“ mit Rotkultur, um die charakteristische Rinde bei Tilsiter & Co. zu fördern. Dieser sorgfältige Prozess sorgt für den unverwechselbaren Geschmack und die perfekte Textur unseres Käses.

 

Bürsten und Wischen

Die nächste Station ist einer von vier Käsekellern. Hier reifen die Käse „Brote“ auf Fichtenholzbrettern bei Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad. Die Reifezeit variiert zwischen vier Wochen und bis zu vier Monaten – während dieser Zeit verströmen die Käse einen verführerischen Duft. Das Team der Landkäserei pflegt die Käse-Brote regelmäßig, indem es sie alle drei bis vier Tage mit Kultur und Salzlake bürstet und wischt. Dieser sorgfältige Prozess fördert die Bildung der charakteristischen Rotschmiere-Rinde, die unseren Käse seinen einzigartigen Geschmack verleiht.

 

Genusspunkt Käsekiste

Am Ende des Rundgangs, wieder ein Stockwerk höher, steht die sogenannte Stücklinie. Hier wird der Käse maschinell in die gewünschte Form geschnitten und verpackt. Vorbei laufen Stücke des Holsteiner Tilsiters, dem „Signature Käse“ der Holtseer Landkäserei – ein echter Klassiker mit Gütezeichen. Neben dem Tilsiter gibt es noch viele weitere Sorten, wie den sahnig-milden Holtseer Jung oder den mindestens vier Monate naturgereiften Ascheberger. Alle Produkte sind hochwertige regionale Spezialitäten, bei denen viel Erfahrung und Handarbeit im Spiel sind – echte Gütezeichen-Qualität!

Zum krönenden Abschluss lädt die sonnendurchflutete Terrasse der „Käsekiste“, des Werksverkaufes, zum Genießen ein. Hier kann man frische Brötchen mit Holsteiner Tilsiter und Feuer genießen. Der Tilsiter ist herzhaft-pikant, während das Feuer dank verschiedener Chili-Sorten eine angenehme Schärfe im Abgang hat. Beide Leckereien sind einfach richtig, richtig lecker!

Foto: Sven Sindt